
Radikal jung - Interaktives Dokumentartheater über Rechtsextremismus unter Jugendlichen
Zuwendungsempfänger:in:
Fabian Rosonsky (Polyformers)
Kooperationspartner:
Theater unterm Dach, Berlin
Volksbühne am Kaulenberg, Halle
Internet:
Website Polyformers
Termine
Theater unterm Dach
Danziger Straße 101, 10405 BerlinSo. 14.09.2025, 20.00 Uhr
Mo. 15.09.2025, 11.00 Uhr
Di. 16.09.2025, 11.00 Uhr
Weitere Termine:
Pfarrscheune Seyda Volksbühne am Kaulenberg, Halle
Radikal jung - Interaktives Dokumentartheater über Rechtsextremismus unter Jugendlichen
Darstellende Kunst Aufführung
Das Projekt nimmt das Publikum mit auf eine dokumentarische Theaterreise in eine neue rechtsextreme Generation.
Rechtsextreme Positionen verbreiten sich immer stärker gerade unter jungen Menschen. Glatze, Bomberjacke und Springerstiefel scheinen wieder „cool“ zu werden – bis weit in die Mitte der Gesellschaft. In den sozialen Medien verbreiten sich rechte Inhalte schnell und weit. Aber auch an Schulen und im Sport sind Akteur:innen der Szene bundesweit vermehrt aktiv. Expert:innen beobachten, dass sich eine neue rechtsextreme Generation online und auf der Straße immer weiter organisiert und radikalisiert. Sie sprechen von einer ungekannten Dimension von Propaganda, Vernetzung und Gewalt, die sich gegen geflüchtete, alternative und queere Menschen richtet. Vor diesem Hintergrund erforschen Polyformers anhand von aktuellen Beispielen die Mechanismen hinter diesem Rechtsruck in der heranwachsenden Generation. Sie zeigen, wie sich die schrittweise Radikalisierung junger Menschen vollzieht und welche Erzählungen dabei eine Rolle spielen. Welche Akteur:innen sind mit welchen Inhalten und Aktivitäten präsent? Wie weit sind rechte Positionen unter Jugendlichen bereits normalisiert und welche Gründe gibt es dafür? Was veranlasst sie, sich dem rechtsextremen Spektrum anzuschließen? Welche Ängste und Hoffnungen spielen dabei eine Rolle? Und wie reagieren Politik, Gesellschaft, Schule und Familie darauf? Das Stück basiert auf intensiver Recherche und wurde durch den Rechtsextremismus-Experten Andreas Speit begleitet. Gemeinsam mit drei Schauspieler:innen stehen fünf Jugendliche auf der Bühne, die von ihren persönlichen Erfahrungen und Perspektiven auf das Thema berichten. Entlang verschiedener Stationen verbinden sie informative Momente mit spielerischen und immersiven Szenen. So schlagen sie eine Brücke zwischen Außen- und Innensicht und schaffen sowohl inhaltliche als auch emotionale Zugänge. Sie nehmen das Publikum mit auf eine Reise in die Welt einer neuen rechtsextremen Generation.